Samstag, 25. Dezember 2010

Fröhliche Weihnacht überall....

Immer noch Schnee. Weihnachtslieder auf jedem Radiosender.
Auf einmal tauen vergessene Gefühle wieder auf und jeder läuft mit seinem Lieblingssatz "Frohe Weihnachten!" durch die Gegend. Achja... Wie sehr liebe ich diese Zeit.
Kann mir bitte jemand en Spinnrad mit vergifteter Nadel in mein Zimmer stellen, damit ich pünktlich zur Weihnachtszeit in einen ewigen Schlaf falle? Nach 4 Tagen darf mich auch gern mein Traumprinz wachküssen, nur macht doch bitte was gegen diese künstliche Freude mann!
Nun ja... Bevor es dann ganz Weihnachten und ich total genervt war hatte ich noch kleine andere Problemchen.

Mal komplett davon abgesehen,dass ich überhaupt kein Geld,Benzin und Zeit hatte um alle Geschenke zu besorgen die ich wollte, stand das Glück mal wieder völlig auf meiner Seite als ich meine Bettwäsche waschen wollte.
Es gibt so en tollen weißen Bezug für Wasserbetten, und da ich schon ziemlich lange nicht mehr hier war, dachte ich, es wäre mal wieder an der Zeit, den zu waschen. Papa noch schnell gefragt ob ichs denn mit meinen Bettlaken waschen kann, und als ich das okay bekommen hatte,gings auch schon los.
Vor der Kirche wollt ichs dann noch schnell in den Trockner schmeißen und was entdecke ich? Flecken! Natürlich hat mein roter Bezug nicht abgefärbt... nein! Es war mein gelbes! Suuuuper toll...
Und gleichmäßig verfärbt ja schonmal garnix... also sieht mein Bezug jetzt einfach so aus, als wäre ich mit meinen 21 Jahren noch Bettnässer -.-
Haha! Fröhliche Weihnachten...

Und ich muss sagen, abgesehen von der ganz tollen Familien- und Liebesstimmung, war dieses Weihnachten toll! Ganz brav war ich, sonst hätte ich wohl keine so wunderbaren Geschenke bekommen ;)
Ich würde sagen 2011 wird mein Konzertjahr..
Wir sehen uns dann am 28.1. bei Philipp Poisel und im Juni bei Rock am Ring, nich wahr? ;)

Samstag, 11. Dezember 2010

Hasi, meine Gitarre und ein OneWayTicket nach New York...

Stille.
Nur das Glimmen der Zigarette ist im Dunkeln zu erkennen.
Da steht sie ans Auto gelehnt, grüne Kopfhörer auf den Ohren, das Kleid flattert mit dem Wind.
Eisig kalt ist es dort oben im Schnee, an dem Platz an dem schon so viele Sternschnuppen diverse Wünsche erfüllen sollten.
Bei diesem Wetter keine Chance auch nur eine zu erblicken.
Mal wieder läuft Philip Poisel, die beste Musik zur späten Stunde, nach einer mehr oder (in diesem Falle eher) minder durchzechten Partynacht.
Alleine und verlassen, ironischer Weise in den Farben schwarz, rot, gelb gekleidet.
Die Farben die mich jetzt wohl am wenigsten ansprechen.
Da stehe ich, schaue auf den Boden und überlege wie es weiter gehen soll.
Nichts neues.
Nur immer mehr das Empfinden hier am Falschen Ort gelandet zu sein.
Wie zurück ins Teenagerleben versetzt fühle ich mich. Der Außenseiter, immer da, aber keiner will ihn um sich.
Ja... alles ist so anders.
Mein eigenes Leben wurde zu viel für mich. Alles was ich mir jetzt noch wünsche ist meine Gitarre, mein Kuscheltier das mich seit Lebensbeginn begleitet und ein One Way Ticket nach New York.

Genau vor einem Jahr lief Weihnachtsmusik, die Familie war zusammen, der Weihnachtsbaum wurde geschmückt und ich hatte absolut nichts über was ich micht beschweren konnte.
Über heute möchte ich eigentlich garnicht weiter reden, sonst wird der ein oder andere wirklich damit rechnen dass ich die nächstmögliche Selbstmordgelegenheit nutze...

*

Setzen wir lieber noch eine kleine typisch-Denise-Aktion-Story an den Schluss.
Da stand ich also alleine in der Ecke auf Svens Geburtstag und hab in meiner Tasche rumgekramt.. Man hat ja sonst nichts zu tun. Dabei fiel mir ein kleines Döschen in die Hand und ich dachte direkt an mein Lippenbalsam, dass ich mir aus Amerika mitgebracht habe.
Beim in die Runde schauen hab ich also das Döschen aufgemacht, mir ne ordentliche Ladung auf meinen Finger geschmiert um mir letztendlich meine Lippen damit einzureiben. Ich war schon etwas verwundert als ich relativ viel heraus bekam und war schon wieder halb zurück im "mädchenkreis" als ich auf meine Hände schaute und was völlig schwarzes erkannte... Häh? Wieso sind bitte meine Finger so schwarz?
Und da kam die erleuchtung... Mein Lippenbalsam war nicht das einzige Döschen in meiner Handtasche. Superschnell hab ich mich wieder umgedreht, bin zurück in die Ecke zu meiner Tasche und hab mein letztes Tempo ausgekramt.
Da hatten wir den Salat... Anstatt Lippenbalsam hatte ich meinen Eyeliner rausgekramt (klingt komisch, is aber so) und hab mir das dann schööön im Gesicht verteilt. Jetzt steh mal mit schwarzen Lippen unauffällig in einem Raum mit ca 40 anderen Leuten!
Pah.. noch nicht mal einen Spiegel hatte ich zur Hand! Hab dann also erst mal so viel abgerieben wie möglich, in der Hoffnung alles runter zu bekommen. Mein Husten hat mich dann nach draußen auf die Toilette gerettet, denn das war die einzige Methode meine Hand vor den Mund zu halten und nicht komisch zu wirken!
Bääm... da stand ich auf der Toilette mit feuchten Handtüchern,hab mich mal schön im Gesicht gewaschen und versucht meine ganzen roten Stellen (vom vielen Rubbeln) wieder mit Makeup zu verdecken.
Ja... ich hasse mein Leben -.-

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Weiß wie der Schnee..




Dezember.

Schnee soweit das Auge reicht. Heiße Schokolade, Plätzchen, Kerzen, ein warmer Ofen und die Lieblingskuscheldecke.

An den Kassen bilden sich meterlange Schlangen, und jeder versucht auf die schnelle ein passendes Geschenk zu finden.

Weihnachten.

Da bin ich noch lange nicht.


Stunde für Stunde verpacke und vermesse ich. Zähle die Minuten und denke nach. Zu viel.


Immer wieder über alte Zeiten die man vermisst, die man am liebsten ändern möchte.

Wieder und wieder muss ich mir klar werden, dass es vergangene Momente sind, die ich schon längst hätte vergessen sollen. Und doch sind sie noch da. Irgendwo in meinem Kopf.

Das erste Mal als ich gezittert hab nachdem ich Daniel zufällig getroffen hatte, wie Alex mich im tiefsten Winter warm gedrückt hat und meinen Tee klaute, oder wie Pasi sagte "Ich wünschte ich hätte Liebe ist für dich geschrieben"...

Alles schöne Momente zum Zeitpunkt des Geschehens. Glückliche Momente. Momente nach denen ich mich wohl gerade jetzt, in meiner Einsamkeit, am meisten sehne. Doch alles ist vorbei.


Da steh ich... 8 Stunden an einer Maschine und mache mir mein Leben schwer. Ich wurde hintergangen, belogen, verletzt, ersetzt. Ich weiß, es ist lange her, ich weiß es sollte mich nicht kümmern. Aber wenn es mich nicht mehr kümmern würde, würde ich es hier nicht niederschreiben und erst recht nicht in meinem Kopf vorfinden.


Und das große "Fest der Liebe" stimmt mich nicht gerade besser.

Wie gerne würde ich diesen Monat Dezember einfach aus meinem Leben ausradieren.

Ein weißes Blatt.... um mein Leben neu zu schreiben...

Weiß wie der Schnee...

Samstag, 4. Dezember 2010

Und alles ist anders / The End.

Die Koffer sind gepackt, die Tränen am Flughafen weggewischt, der Mitarbeiter von Lufthansa verflucht.
Meine Koffer sind sicher im Flugzeug verstaut, und schon geht die Reise zurück.
Nach Hause.
Der Ort, nach dem ich mich so lange gesehnt hab. Voller Freunde, Menschen die man mag.
Die Aufregung steigt, die Vorfreude überkommt mich. Nervös sitze ich im Flugzeug, dreh die Musik ganz laut auf und stell mir vor wie toll es sein wird wieder in der Heimat zu sein.
Dann landet der Flieger. Die Koffer abgeholt, den Zoll hinter sich gelassen, und schon geht es durch die Tür nach draussen. Mama kann ich schon von weitem erkennen.
Da steht sie. Mit Luftballons in den Farben schwarz, rot, gold und einer Flasche Sekt in der Hand. So gehört sichs. Und schon kommen auch Papa und Janick ins Bild.
Wo waren die Freunde, nach denen ich mich so lange gesehnt habe? Donnerstag mittag + Schneechaos. Okay.. verständlich.
Nach kurzer Verwirrung und dem endlichen Wiederfinden unseres Autos ging es dann auch nach Hause.
Warmer Kaba und Skipbo bei Surry war mit meiner Lieblingseva angesagt.... Etwas ruhiges zum Anfang, genau richtig. Und dann die Überraschung. Einer nach dem anderen trudelte ein um mich willkommen zu heißen. Igor, Resi, Pasi :) , Danny, Sandra, ...
Man hab ich mich gefreut! Meine ganze Aufgeregtheit hat meine Müdigkeit völlig überspielt. Der Raum hat sich gedreht, als hätte ich schon das komplette Schnapssortiment von Surry durch. Doch 32 Stunden ohne Schlaf könnten das Phänomen auch erklären.

Ich hatte Pasis Musik so vermisst... und Pasi überhaupt. Eine größere Freude hätte man mir wohl an dem Abend nicht machen können.

Aber jetzt sitze ich hier. Eine Woche später.
Und alles ist anders...

"Erst seit du nicht mehr bei mir bist, weiß ich was vermissen ist..." hat Pasi an diesem Abend gesungen. Und genau, das denke ich mir gerade. Ich denke dabei nur nicht an eine Person die vor kurzem geheiratet hat und unerreichbar für mich ist, sondern eher an mein altes Leben.
Alles ist gleich und doch so anders. Hier das neue Traumpaar, da das neue "Publikum". Ich kenn mich nicht mehr aus, finde mich nicht mehr zurecht, weiß nicht mehr wohin und erst recht nicht was tun.
Wo studieren, mit wem weggehen, wann mein Leben in den Griff bekommen?
Ich schau mir mein jetziges Leben an und sehe nur große Fragezeichen. So vieles, was für mich einfach noch keinen Sinn ergibt; so viele Freunde, die man jetzt nur noch flüchtig mit einem "Hallo" begrüßt, die vielen Stunden die man miteinander verbrachte sind längst vergessen.
Ich will wieder zurück.
Zurück zu Skipbo im Surry, Tanzen im Spirit, Ablästern auf der Sonnenbank.
Tagen an denen ich glücklich aufgestanden bin, gewusst habe was zu tun ist und nicht so sehr gehasst habe was auf mich wartet.

"Zeit heilt alle wunden"
Also mal schauen was die Zeit für mich bringt.
Ich bin erst seit einer Woche zurück, und vielleicht ist es auch für den ein oder anderen anders,wenn ich jetzt wieder da bin.

Ich brauche Zeit... Relativ viel davon.
Und ein neues Leben, das jetzt für mich startet....

Ein neuer Weg....