16.45.
Ich liege auf einer Bank, schaue in den Himmel. Eigentlich ist es mehr eine Welle... "X-wave" wie es unter denen genannt, die sich genauer auskennen. Die Blätter an den Bäumen wehen in der lauen Brise hin und her, vereinzelte Sonnenstrahlen kämpfen sich durch das Grün. Die Farben passen perfekt zu dem leuchtenden Blau. Keine Wolken. Das ist alles was ich sehe. Die Temperatur ist genau richtig. Wenn jetzt nicht im Hintergrund das Geschrei der Kinder zu hören wäre, wäre ich wieder in eine andere Welt eingetaucht. Wie heute morgen schon.
8.30
Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Natürlich ist heute Donnerstag, Zeit sich einen neuen Plan zu überlegen um den Putzfrauen nicht über den Weg zu laufen.
Sonnenbrille auf, Schlüssel ins Zündschloss, ab geht die Fahrt.
Barns&Nobels war wieder einmal mein Ziel. Ich war zu früh. Völlig vergessen, dass auch in den Staaten die Geschäfte mal geschlossen sind.
10 Minuten Zeit, sich auf die Motorhaube zu setzen, das schöne Wetter zu genießen und die verschiedenen Leute zu beobachten.
Je näher es auf die 9.00 Uhr zuging, desto mehr Leute versammelten sich vor dem Laden. Die ersten die kamen hielten ihren Schlüssel in der Hand, bereit, damit an die Fensterscheibe zu klopfen um sich einen Weg ins Innere zu bahnen.
Als dann auch endlich uns die Türen geöffnet wurden, musste ich weder rechts noch links schauen um nach etwas zu suchen. Ich kannte den Weg schon. Geradeaus bis zum letzten Gang,dann links. Dort lag es, "Eclipse" der 3. Teil von Twilight.
Ich hab mir das Buch genommen, bin weiter durch den Gang gelaufen, und als Belohnung heute so früh dran zu sein, hatte ich die Ehre auf dem wohl bequemsten Sessel aller Zeiten Platz zu nehmen. Wer da jetzt schon alles drauf saß will ich nicht wissen. Tatsache ist, dass ich mich geschlagene 3 1/2 Stunden dort nieder gelassen habe, ohne auch nur annähernd mitzubekommen was um mich herum passiert, ohne zu merken wie die Zeit nur so vorbeizischt.
Eine andere Welt. 3 1/2 Stunden, in denen kein einziger Gedanke an Zukunft, Gegenwart oder Vergangenheit verschwendet wurde. Kein Durcheinander. Einfach ein Buch und ich, in einer anderen Welt.
17.20
Zurück in der Realität. Noch springen die Kinder über den Spielplatz, aber es wird höchste Zeit Abendessen zu machen, die Kinder abzubrausen und sich ein Abendprogramm einfallen zu lassen. Keine Lust.
Natürlich haben sie nicht gehört. Zu aller Freude kam der Anruf von Jenn "ich bin spät dran, erst so gegen 7.50 zuhause".
Schön.
Augen zu und durch.
@papa: eifersüchtig fiel mir ein, allerdings erst heute morgen nachdem der Blog schon längst veröffentlicht war ;)