Donnerstag, 9. Dezember 2010

Weiß wie der Schnee..




Dezember.

Schnee soweit das Auge reicht. Heiße Schokolade, Plätzchen, Kerzen, ein warmer Ofen und die Lieblingskuscheldecke.

An den Kassen bilden sich meterlange Schlangen, und jeder versucht auf die schnelle ein passendes Geschenk zu finden.

Weihnachten.

Da bin ich noch lange nicht.


Stunde für Stunde verpacke und vermesse ich. Zähle die Minuten und denke nach. Zu viel.


Immer wieder über alte Zeiten die man vermisst, die man am liebsten ändern möchte.

Wieder und wieder muss ich mir klar werden, dass es vergangene Momente sind, die ich schon längst hätte vergessen sollen. Und doch sind sie noch da. Irgendwo in meinem Kopf.

Das erste Mal als ich gezittert hab nachdem ich Daniel zufällig getroffen hatte, wie Alex mich im tiefsten Winter warm gedrückt hat und meinen Tee klaute, oder wie Pasi sagte "Ich wünschte ich hätte Liebe ist für dich geschrieben"...

Alles schöne Momente zum Zeitpunkt des Geschehens. Glückliche Momente. Momente nach denen ich mich wohl gerade jetzt, in meiner Einsamkeit, am meisten sehne. Doch alles ist vorbei.


Da steh ich... 8 Stunden an einer Maschine und mache mir mein Leben schwer. Ich wurde hintergangen, belogen, verletzt, ersetzt. Ich weiß, es ist lange her, ich weiß es sollte mich nicht kümmern. Aber wenn es mich nicht mehr kümmern würde, würde ich es hier nicht niederschreiben und erst recht nicht in meinem Kopf vorfinden.


Und das große "Fest der Liebe" stimmt mich nicht gerade besser.

Wie gerne würde ich diesen Monat Dezember einfach aus meinem Leben ausradieren.

Ein weißes Blatt.... um mein Leben neu zu schreiben...

Weiß wie der Schnee...