Faulheit. Müdigkeit. Lustlosigkeit.
Es ist Freitag 18.00 Uhr, die meisten werden zur Zeit wohl betrunken auf irgendwelchen Wiesen in Münchweiler rumstürzen, schon im Bett liegen oder etwa doch ins Spirit marschieren.
Ich sitze hinterm Haus mit dem Geschmack von Colabier im Mund.Nie hätte ich gedacht, dass ich einmal solch ein Verlangen danach haben würde.
Jetzt in Deutschland, hätte ich ein paar Freunde angerufen und gefragt ob sie nicht zum Grillen (vllt auch Vorglühen) vorbei kommen möchten. Ich wär natürlich nach Mweiler gefahren.
Traumhaftes Wetter, 27 Grad, und ich sitze hier und weiß nicht was machen.
Mein Gefühl lenkt mich mehr Richtung Bett als alles andere. Zu erzählen gibt es nichts, habe ich doch mehr im Bett rumgelegen, das Internet nach neuen TShirts durchstöbert, oder versucht mich vom Kühlschrank fernzuhalten.
Ich mag es nicht, wie es sich hier nach Zuhause anfühlt aber doch nicht ist. Man schaut immernoch danach keine Fehler zu machen, hat Angst vor Kritik und falschen Entscheidungen.
Was ist das für ein Leben, wenn man sich nicht einmal traut Freunde zu sich einzuladen? Sich in seinem Zimmer verkrümelt sobald außer den Kindern noch jemand da ist.
Noch 5 Tage und ein vertrautes Gesicht ist da. Aber ich kann mich garnicht richtig freuen, viel zu sehr muss ich daran denken wie schwer es sein wird zum wiederholten Male "Auf Wiedersehen" zu sagen.