Sonntag, 20. Juni 2010

müde...


Erstmal muss ich etwas weiter ausholen. Vor einigen Tagen hab ich mal wieder meine Zeit beim Surfen im Internet verschwendet ...folgendes wäre aber vorher noch zu sagen: Als ich frisch in Scarsdale angekommen bin, wurde mir ein männliches Au Pair namens Heiko vorgestellt, welcher mich sofort an Anatol aus meiner alten Stufe erinnerte. Er erzählte mir dass er Klavier spielt, und schon war er mir sympathisch. Nun denn, wie man das so als Au Pair dann macht, ist man gleich zuhause an den PC gerannt, hat den anderen gesucht und schon war man auch über Facebook "befreundet". Leider hat Heiko kurz darauf die Familie gewechselt um seine letzten Monate in San Diego zu verbringen, man hat nie wieder miteinander geredet.
Beim Surfen hab ich dann bei den Facebookmeldungen Bilder von Heiko, in dem Album "Tiemo Hauer& Band live" (oder ähnlich) entdeckt, auf denen er teils am Keybord sitzend dabei war.
Ich hab mir die Bilder so angeschaut, und nachdem ich auf den Pics gesehen hab, dass Mädels richtige Konzertkarten an der Kasse abgaben musste ich doch mal nach diesem Tiemo Hauer suchen.
Grandiose Musik. Ein Lied davon hör ich seit dem tagtäglich rauf und runter. Egal ob zum Laufen, zum Aufräumen, zum Bastlen oder um am Strand rumzuliegen. Es passt einfach in mein Leben.
Über einen Teil musste ich heute abend wieder nachdenken, als wir durch Queens gefahren sind, und die Sonne hinter dem Friedhof und der Skyline von Manhattan untergehen sahen. Ein Bild wie gemalt... Mit dem rot - orange - lila Horizont einfach unbeschreiblich.


"Ich bin ehrlich glücklich, ehrlich frei,
ehrlich einsam und ehrlich dabei [...]
Ehrlich glücklich, ehrlich froh,
ehrlich zärtlich und ehrlich sowieso"


Ich bin wirklich glücklich, denn was ich hier zu erleben bekomme, kann manch einer nur von träumen. Ich hab bis jetzt unglaubliche Leute kennengelernt, mit denen man immer wieder Spaß zusammen haben kann.
Und mit einigen davon ging es heute an den Strand, nach Long Island.
Jones Beach, 13,5 km Strand die sich entlang des Atlantiks erstrecken.
Der Himmel war blau, es wehte eine laue Brise, und 4 Au Pairs stürzten sich in die Wellen eiskalten Wassers...
Raus kamen wir pudelnass, da das "mit den Wellen treiben" nicht so funktioniert hatte wie es sollte. Es wurde in der Sonne gechillt und gegen 7.30 im Sonnenuntergang zurück "geritten".
Auf dem Highway machten wir dann eine nette Begegnung mit dem, nennen wir ihn Hippiebus und seinen Insassen.
Als wir vorbei fuhren, sah ich im hintern Teil des Busses die Wäscheleine mit Hosen daran hängen, direkt nebenan die Gitarre.
Richtig aufmerksam wurden wir aber alle erst, als wir mit dem Bus gleichauf waren und uns aus einer giftgrünen Wasserpistole, die am Wagen befestigt war, Wasser entgegengespritzt wurde.
Die Jungs machten sich ein Spaß daraus, uns in unsere offenen Fenster zu spritzen und wir mussten uns nur kaputt lachen.
Sehr lustig war dann auch der gegenseite Getränkeaustausch der kurz darauf stattfand. Sie gaben uns eine Dose Red Bull, worauf wir ihnen (ja, während wir auf dem Highway fuhren^^) durchs Fenster eine Dose Ginger Ale zurück gaben.

Unser Abschluss fand wie für gewöhnlich im Starbucks statt, wo der Teil "ehrlich einsam und ehrlich dabei" ins Spiel kam.
Ich hatte einen spitzenmäßigen Tag, an dem ich wirklich nichts auszusetzen habe, es ist nur schade, dass keiner meiner Freunde von zuhause dabei war, und niemand diesen bombastischen Sonnenuntergang mit ansehen konnte. Ich werde ihn definitiv in meinem Herzen tragen.
Mein Erlebnis, das ich gerne mit euch teile....