Samstag, 11. Dezember 2010

Hasi, meine Gitarre und ein OneWayTicket nach New York...

Stille.
Nur das Glimmen der Zigarette ist im Dunkeln zu erkennen.
Da steht sie ans Auto gelehnt, grüne Kopfhörer auf den Ohren, das Kleid flattert mit dem Wind.
Eisig kalt ist es dort oben im Schnee, an dem Platz an dem schon so viele Sternschnuppen diverse Wünsche erfüllen sollten.
Bei diesem Wetter keine Chance auch nur eine zu erblicken.
Mal wieder läuft Philip Poisel, die beste Musik zur späten Stunde, nach einer mehr oder (in diesem Falle eher) minder durchzechten Partynacht.
Alleine und verlassen, ironischer Weise in den Farben schwarz, rot, gelb gekleidet.
Die Farben die mich jetzt wohl am wenigsten ansprechen.
Da stehe ich, schaue auf den Boden und überlege wie es weiter gehen soll.
Nichts neues.
Nur immer mehr das Empfinden hier am Falschen Ort gelandet zu sein.
Wie zurück ins Teenagerleben versetzt fühle ich mich. Der Außenseiter, immer da, aber keiner will ihn um sich.
Ja... alles ist so anders.
Mein eigenes Leben wurde zu viel für mich. Alles was ich mir jetzt noch wünsche ist meine Gitarre, mein Kuscheltier das mich seit Lebensbeginn begleitet und ein One Way Ticket nach New York.

Genau vor einem Jahr lief Weihnachtsmusik, die Familie war zusammen, der Weihnachtsbaum wurde geschmückt und ich hatte absolut nichts über was ich micht beschweren konnte.
Über heute möchte ich eigentlich garnicht weiter reden, sonst wird der ein oder andere wirklich damit rechnen dass ich die nächstmögliche Selbstmordgelegenheit nutze...

*

Setzen wir lieber noch eine kleine typisch-Denise-Aktion-Story an den Schluss.
Da stand ich also alleine in der Ecke auf Svens Geburtstag und hab in meiner Tasche rumgekramt.. Man hat ja sonst nichts zu tun. Dabei fiel mir ein kleines Döschen in die Hand und ich dachte direkt an mein Lippenbalsam, dass ich mir aus Amerika mitgebracht habe.
Beim in die Runde schauen hab ich also das Döschen aufgemacht, mir ne ordentliche Ladung auf meinen Finger geschmiert um mir letztendlich meine Lippen damit einzureiben. Ich war schon etwas verwundert als ich relativ viel heraus bekam und war schon wieder halb zurück im "mädchenkreis" als ich auf meine Hände schaute und was völlig schwarzes erkannte... Häh? Wieso sind bitte meine Finger so schwarz?
Und da kam die erleuchtung... Mein Lippenbalsam war nicht das einzige Döschen in meiner Handtasche. Superschnell hab ich mich wieder umgedreht, bin zurück in die Ecke zu meiner Tasche und hab mein letztes Tempo ausgekramt.
Da hatten wir den Salat... Anstatt Lippenbalsam hatte ich meinen Eyeliner rausgekramt (klingt komisch, is aber so) und hab mir das dann schööön im Gesicht verteilt. Jetzt steh mal mit schwarzen Lippen unauffällig in einem Raum mit ca 40 anderen Leuten!
Pah.. noch nicht mal einen Spiegel hatte ich zur Hand! Hab dann also erst mal so viel abgerieben wie möglich, in der Hoffnung alles runter zu bekommen. Mein Husten hat mich dann nach draußen auf die Toilette gerettet, denn das war die einzige Methode meine Hand vor den Mund zu halten und nicht komisch zu wirken!
Bääm... da stand ich auf der Toilette mit feuchten Handtüchern,hab mich mal schön im Gesicht gewaschen und versucht meine ganzen roten Stellen (vom vielen Rubbeln) wieder mit Makeup zu verdecken.
Ja... ich hasse mein Leben -.-

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Weiß wie der Schnee..




Dezember.

Schnee soweit das Auge reicht. Heiße Schokolade, Plätzchen, Kerzen, ein warmer Ofen und die Lieblingskuscheldecke.

An den Kassen bilden sich meterlange Schlangen, und jeder versucht auf die schnelle ein passendes Geschenk zu finden.

Weihnachten.

Da bin ich noch lange nicht.


Stunde für Stunde verpacke und vermesse ich. Zähle die Minuten und denke nach. Zu viel.


Immer wieder über alte Zeiten die man vermisst, die man am liebsten ändern möchte.

Wieder und wieder muss ich mir klar werden, dass es vergangene Momente sind, die ich schon längst hätte vergessen sollen. Und doch sind sie noch da. Irgendwo in meinem Kopf.

Das erste Mal als ich gezittert hab nachdem ich Daniel zufällig getroffen hatte, wie Alex mich im tiefsten Winter warm gedrückt hat und meinen Tee klaute, oder wie Pasi sagte "Ich wünschte ich hätte Liebe ist für dich geschrieben"...

Alles schöne Momente zum Zeitpunkt des Geschehens. Glückliche Momente. Momente nach denen ich mich wohl gerade jetzt, in meiner Einsamkeit, am meisten sehne. Doch alles ist vorbei.


Da steh ich... 8 Stunden an einer Maschine und mache mir mein Leben schwer. Ich wurde hintergangen, belogen, verletzt, ersetzt. Ich weiß, es ist lange her, ich weiß es sollte mich nicht kümmern. Aber wenn es mich nicht mehr kümmern würde, würde ich es hier nicht niederschreiben und erst recht nicht in meinem Kopf vorfinden.


Und das große "Fest der Liebe" stimmt mich nicht gerade besser.

Wie gerne würde ich diesen Monat Dezember einfach aus meinem Leben ausradieren.

Ein weißes Blatt.... um mein Leben neu zu schreiben...

Weiß wie der Schnee...

Samstag, 4. Dezember 2010

Und alles ist anders / The End.

Die Koffer sind gepackt, die Tränen am Flughafen weggewischt, der Mitarbeiter von Lufthansa verflucht.
Meine Koffer sind sicher im Flugzeug verstaut, und schon geht die Reise zurück.
Nach Hause.
Der Ort, nach dem ich mich so lange gesehnt hab. Voller Freunde, Menschen die man mag.
Die Aufregung steigt, die Vorfreude überkommt mich. Nervös sitze ich im Flugzeug, dreh die Musik ganz laut auf und stell mir vor wie toll es sein wird wieder in der Heimat zu sein.
Dann landet der Flieger. Die Koffer abgeholt, den Zoll hinter sich gelassen, und schon geht es durch die Tür nach draussen. Mama kann ich schon von weitem erkennen.
Da steht sie. Mit Luftballons in den Farben schwarz, rot, gold und einer Flasche Sekt in der Hand. So gehört sichs. Und schon kommen auch Papa und Janick ins Bild.
Wo waren die Freunde, nach denen ich mich so lange gesehnt habe? Donnerstag mittag + Schneechaos. Okay.. verständlich.
Nach kurzer Verwirrung und dem endlichen Wiederfinden unseres Autos ging es dann auch nach Hause.
Warmer Kaba und Skipbo bei Surry war mit meiner Lieblingseva angesagt.... Etwas ruhiges zum Anfang, genau richtig. Und dann die Überraschung. Einer nach dem anderen trudelte ein um mich willkommen zu heißen. Igor, Resi, Pasi :) , Danny, Sandra, ...
Man hab ich mich gefreut! Meine ganze Aufgeregtheit hat meine Müdigkeit völlig überspielt. Der Raum hat sich gedreht, als hätte ich schon das komplette Schnapssortiment von Surry durch. Doch 32 Stunden ohne Schlaf könnten das Phänomen auch erklären.

Ich hatte Pasis Musik so vermisst... und Pasi überhaupt. Eine größere Freude hätte man mir wohl an dem Abend nicht machen können.

Aber jetzt sitze ich hier. Eine Woche später.
Und alles ist anders...

"Erst seit du nicht mehr bei mir bist, weiß ich was vermissen ist..." hat Pasi an diesem Abend gesungen. Und genau, das denke ich mir gerade. Ich denke dabei nur nicht an eine Person die vor kurzem geheiratet hat und unerreichbar für mich ist, sondern eher an mein altes Leben.
Alles ist gleich und doch so anders. Hier das neue Traumpaar, da das neue "Publikum". Ich kenn mich nicht mehr aus, finde mich nicht mehr zurecht, weiß nicht mehr wohin und erst recht nicht was tun.
Wo studieren, mit wem weggehen, wann mein Leben in den Griff bekommen?
Ich schau mir mein jetziges Leben an und sehe nur große Fragezeichen. So vieles, was für mich einfach noch keinen Sinn ergibt; so viele Freunde, die man jetzt nur noch flüchtig mit einem "Hallo" begrüßt, die vielen Stunden die man miteinander verbrachte sind längst vergessen.
Ich will wieder zurück.
Zurück zu Skipbo im Surry, Tanzen im Spirit, Ablästern auf der Sonnenbank.
Tagen an denen ich glücklich aufgestanden bin, gewusst habe was zu tun ist und nicht so sehr gehasst habe was auf mich wartet.

"Zeit heilt alle wunden"
Also mal schauen was die Zeit für mich bringt.
Ich bin erst seit einer Woche zurück, und vielleicht ist es auch für den ein oder anderen anders,wenn ich jetzt wieder da bin.

Ich brauche Zeit... Relativ viel davon.
Und ein neues Leben, das jetzt für mich startet....

Ein neuer Weg....

Donnerstag, 18. November 2010

...

jaaa.. ich lebe noch... jaaa ich hab keine lust mehr blog zu schreiben!

nicht mehr lange und ich kann euch ja sowieso alles persönlich erzählen!
würde ichs hier niederschreiben,könnte ich nur noch vor mich hinschweigen.. ;)

Sonntag, 14. November 2010

Boah...

Es ist soooo toll!!

Eigentlich unmoeglich in Worte zu fassen..
Laesst es mich so ausdruecken:

Canyon de Chelly, Jeeptour in Monument Valley, Abendessen mit Navajostamm und anschliessendes Entertainment (PS.: Ich bin jetzt verheiratet^^), Lake Powell, Steakdinner, morgen Grand Canyon mit Helikopterflug... Dann Las Vegas, San Diego, Los Angeles, San Francisco...

Ist das genial oder ist das genial?

Ich zitiere mich auf Facebook "I guess I'm having the time of my life"

Freut euch auf die Bilder... genug von mir - nichts ist wirklich in Worte zu fassen!

10 days to go...

Freitag, 12. November 2010

Arizona...

Santa Fe und Albuquerque waren wohl nicht so interessant wie es sich der ein oder andere wohl vorstellen würde... Nicht viel los... sogar fast wie ausgestorben.
Trotzdem sind wir en bisschen herumgezogen um uns die Gegend und die kleinen Lädchen entlang den Straßen anzuschauen.
Viel gelaufe - nicht viel zu erzählen... vllt en paar Bilder anzuschauen..
Allerdings nur bei Facebook, denn mein Picasa-Album ist bekanntlich voll.
2. Option: Sich mit mir treffen wenn ich wieder in Deutschland am Start bin... welches in 13 Tagen soweit wäre! Unglaublich nicht wahr?

Übrigens fällt es mir gerade unglaublich schwer die Einträge von Au Pair Freunden zu lesen... Ginas "In Washington DC with the best neighbour ever..." hmm... Ich würd sagen ich bin raus da.
Die Nachricht von Jesse (Starbucks) "Denise! I miss you!!" hat's dann wenigstens wieder gut gemacht... Von Jenn oder jemandem anderen hab ich auch nichts mehr gehört also mal schauen... Es wird wirklich wirklich komisch für mich sein für noch einmal eine Nacht zurück zu gehen, um endlich nach Hause zu kommen.. Aber wie immer "Think positive" - Noch weitere 10 "Erlebnisse"-Tage warten auf mich :)
Und mein Wasserbett... und dann gutes Essen... Bald bald werd ich meine Liste starten - Welches Essen wird es wohl wann geben? Da gibt es nämlich gaaaanz vieles..

Ach ich freu mich! :)

Donnerstag, 11. November 2010

Austin, Carlsbad Caverns und Santa Fe...

Wie unschwer zu erkennen bin ich tatsächlich noch am Leben. Auch wenn ich daran die letzten Tage ein paar Zweifel hatte.

Austin. Stadt wie jede andere. Straßen die man wie weit verfolgen kann, ein Kapitol zum Bilder machen, eine Bar auf dem Dach eines Gebäudes mit Livemusik. Man kann sich wohl kaum beschweren.
Doch irgendwas hatte ich wohl an dem Tag falsch gemacht.
Ich bezweifle immernoch stark, dass es an dem eisgekühlten Baileys, dem Southern Comfort oder der Karaokebar namens "Beerland" lag, aber man weiß ja nie.
Jedenfall überkam mich am nächsten Tag nach dem Verzehr einer Banane und eines Cappuccinos üble Bauchschmerzen... nicht nur üble Bauchschmerzen sondern auch üble Übelkeit, die mir jegliches Essen an diesem Tag verbot. Oder sagen wir lieber... ich hab gegessen... aber es stellte sich als nicht sehr vorteilhaft für mich heraus.
Und um es noch ein bisschen besser zu machen: An diesem Tag wurden wir mit einer 9 stündigen Autofahrt von Austin nach Carlsbad Caverns beglückt. Ist das nicht wunderbar?

Gegen 19.00 Uhr hab ich mich dann an der Tankstelle mit Tabletten und Salzstangen zugeschmissen und gehofft, das wenigstens das in mir drin bleibt.... Ich hatte schwer zu kämpfen, aber naja... Ich habs überlebt.
Chinesisches Büffet hab ich dann mal ausgelassen und hab mich 45 Minuten lang auf die Bank vor dem Restaurant gesetzt...

Wie man wohl erwarten kann hab ich mich so früh wie möglich ins Bett gemacht und auf schnelle Genesung gehofft.

Nächster Tag. Mir gings besser, aber das Alarmsystem lief noch auf Hochtouren.. Sprich ich wollte einfach nicht essen, aus Angst mich wieder übergeben zu müssen.
Frühstück ausgelassen, ab zu den Carslbad Caverns. Eine uuunglaubliche Höhle, ich kanns euch sagen! Noch viel cooler wäre es wahrscheinlich gewesen, wenn alles stockdunkel gewesen und wir mit Taschenlampe auf Entdeckungstour gegangen wären..
Naja... Die feuchte und kalte Luft hat mich dann wenigstens etwas geheilt und ich konnte mir eine halbe (Gummi)-Brezel - so schmecken die hier - leisten und einen Müsliriegel..
+ später hinaus ein Knäckebrot und zum Abendessen eine miniminiportion von dem mexikanischen Essen auf meinem Teller...
Also Fortschritt...

Achja.. Roswell waren wir dann noch - wem's nichts sagt - eine Stadt die bekannt ist für Ufo-Sichtigungen...
45 Minuten bekamen wir um uns das Museum anzuschauen.. Und ich muss sagen, es war wohl eines der schlechtesten Museen die ich in meinem ganzen Leben zu sehen bekommen hab :D
Natürlich hab ich mich auch gleich bei Jason beschwert ;)

Nun.. und jetzt sind wir in Santa Fe.... Arschkalt! Ich will zurück zu kurzen Hosen und Tshirt :(

Jetzt haben wir gerade denn 11/11/2010 ... Mir gehts wieder gut, was man anhand meines Frühstücks gesehen hat - Pancakes, Frenchtoast und Banane... Lecker... Es war so viel, dass ich jetzt (5 Stunden später) immernoch kein Hungerbedürfnis habe.
Was ich auch noch nicht erwähnt habe.... Wir haben mittlerweile einen Zeitunterschied von 8 Stunden!

Jetzt müsstet ihr wieder auf dem neuesten Stand sein, also Zeit für mich den Post zu veröffentlichen und mich um anderen Krams zu kümmern!
Man liest sich! ;)
Oder sieht sich in 14 Tagen! Yeah!!